Einbruchschutz: Welches Schloss ist sicher?

VdS, RC2, RC3, DIN-Normen erklärt. Ratgeber vom Meisterbetrieb.

Laut Kriminalstatistik scheitern 45% aller Einbruchversuche an guter Sicherungstechnik. Ein hochwertiges Schloss ist die wichtigste Maßnahme für Einbruchschutz. Doch welche Zertifizierungen sind wirklich wichtig? Wir erklären es Ihnen.

Sicherheitsstufen im Überblick

VdS BZ+ (Basis-Sicherheit)

Was bedeutet das? VdS = Prüforganisation der deutschen Versicherer. BZ+ = Bohr- und Ziehschutz.

Schutz: Gehärtete Stahlstifte gegen Bohrangriffe, verstärkte Verankerung gegen Ziehen.

Empfohlen für: Standard-Wohnungen, normale Sicherheitsanforderungen.

RC2 (Resistance Class 2) – Polizei-empfohlen

Was bedeutet das? RC = Resistance Class (Widerstandsklasse nach DIN EN 1627). RC2 = 3 Minuten Widerstand gegen einfache Werkzeuge.

Schutz: Widerstand gegen Schraubendreher, Zange, Keile. Die meisten Einbrecher geben nach 2-3 Minuten auf.

Empfohlen für: Haustüren, Wohnungseingangstüren, Einfamilienhäuser.

RC3 (Resistance Class 3) – höchste Stufe

Was bedeutet das? 5 Minuten Widerstand gegen schwere Werkzeuge (Brechstange, Bohrer).

Schutz: Zusätzlicher Schutz gegen Hebelwerkzeuge. Für professionelle Einbruchversuche.

Empfohlen für: Gewerbe, Praxen, Villen, Objekte mit hohem Einbruchrisiko.

Polizei-Empfehlung

Die Polizei empfiehlt für Haustüren mindestens RC2. Warum?

  • 80% aller Einbrecher geben nach 3-5 Minuten auf (Angst vor Entdeckung)
  • RC2-Schlösser halten mindestens 3 Minuten stand – oft länger
  • Lärmentwicklung beim Aufbruchversuch schreckt ab
  • Viele Versicherungen fordern RC2 für vollen Versicherungsschutz

Diese Schlösser sind NICHT sicher

  • Buntbartschlösser (mit Nachschlüssel in 5 Sekunden zu öffnen)
  • Standard-Zylinder ohne VdS-Zertifizierung
  • Schlösser älter als 15 Jahre (veraltete Technik)
  • No-Name-Produkte ohne Prüfsiegel

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